Vortrag und Workshop Komposition/Improvisation mit Dietrich Eichmann

An zwei Tagen (Freitag, 20 und Samstag, 21 Oktober ab 12.00 Uhr) wird Dietrich Eichmann zunächst einige seiner Werke vorstellen und über die Haltung und das Verhältnis zur Improvisation in seiner Arbeit als Komponist sprechen.

Die Teilnehmer werden gebeten, ihre Instrumente mitzubringen, denn im jeweils zweiten Teil des Workshops werden Konzepte für Kollektivimprovisationen erprobt und erarbeitet. Am Sonntag, 22 Oktober erlebt der Workshop seinen Höhepunkt im Abschlusskonzert mit allen Teilnehmern.

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei.

Anmeldung: vlady@bystrov.de; 0531/577463

 

 

Dietrich Eichmann

Dietrich Eichmann, geboren 1966 in Erlangen und aufgewachsen in Berlin, begegnete als Jugendlicher dem Free Jazz-Pianisten Alexander von Schlippenbach, der sein erster Lehrer und Mentor wurde. Wolfgang Neuss, den "Mann mit der Pauke", zählt Eichmann neben Cecil Taylor, Bernd Alois Zimmermann, Luigi Nono und Morton Feldman zu den wichtigsten Anregern seines Schaffens. 1986-92 studierte er Komposition bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe. Er war Mitbegründer der Neuen Komponisten Gesellschaft e.V. (NKG), die 1990-96 Konzerte und Happenings in Karlsruhe und auf internationaler Ebene präsentierte. 1992-96 schloss er seine Studien bei Frederic Rzewski am Conservatoire Royal de Musique de Liège (Belgien) ab. Er gründete das CD-Label oaksmus und organisierte 2000-04 die gleichnamige Studiokonzertreihe in Berlin.

Seine Musiksprache wurzelt im Jazz und in der improvisierten Musik, verbunden mit einer radikalen und kompromisslosen Arbeitsweise als Komponist. Unter seinen Hauptwerken finden sich das Konzert für Peter Brötzmann und das Ensemble Modern "Prayer to the Unknown Gods of the People Without Rights", das Klavierkonzert "Entre deux guerres" und drei Musiktheater.

 Neben Musik und der Frage nach ihrer gesellschaftlichen und politischen Notwendigkeit beschäftigen ihn dezentralistische Gesellschaftsmodelle und Permakultur.